Passend zum Tag der Deutschen Einheit trafen sich am Samstag Morgen um 0:30 Uhr 64verrückte Rheinländer um erneut eine Mission der guten Stimmung abzuhalten und zur Völkerverständigung beizutragen. Ziel dieses Mal war die bayrische Landeshauptstadt München, wo sie planten zunächst ihren geliebten 1. FC Köln zu Punkten zu verhelfen und anschließend auf dem Oktoberfest für gute Stimmung zu sorgen.

Interessant anzusehen war die Gepäckverteilung. Während einige Mitfahrer nur die Sachen an ihren Leibern mitnahmen, kamen andere Mitfahrer direkt mit Decken, Kissen und Zahnbürsten im Rucksack.

Nachdem der High-End Doppeldeckerbus der Firma Benninghoff (mal ein Busunternehmen ohne bescheuerten Namen) angekommen war und flüssige (Mühlen- und Reissdorfkölsch, sowie Cola, Wasser und Red-Bull) und feste (Schnitzel, Frikadellen und Mettbrötchen) Proviant eingeladen war, bzw. sich die Bevölkerung für die lange nun folgende Nacht mit Nahrung eingedeckt hatte, bestiegen die furchtlosen Mitfahrer den Bus.

Durch das Einschreiten des genialen Einweisers Thomas erlangte die elitäre Hinterbusfraktion (diesmal bestehend aus ibolis samt Freundin, Siam Micha, Müller, Pietry-Olga, Thomas, Annika, Martin, Mirai_Torres, Alex (nicht der huethergeissbock) und Nesthäkchen Vivi) wieder Besitz von ihrer geliebten letzten Reihe sowie den beiden Reihen davor. Schlau wie die Hinterbusfraktion war, hatte diese durch Annika und Pietry-Olga ein gewaltiges Lunchpaket eingepackt.

Nach Abfahrt riss der Hinterbus sofort wieder die Stimmungsmäßige Macht im Bus, der diesmal aus Hinterbus, Vorderbus und Unterbus bestand. Einzelne Mitfahrer versuchten bereits jetzt zu diesem Zeitpunkt etwas Schlaf für den kommenden Tag zu finden. Mit Ausnahme einzelner hartgesottener Personen war dies nicht besonders einfach. Besonders nicht in der Hinterbusfraktion, wo man einerseits durch die Musik die huerthergeissbock zwischenzeitlich auf Stadionlautstärke gestellt hatte (passenderweise saß die Autorin dieses Textes fast genau unter einem der Lautsprecher) und andererseits von dem Gesang der anderen Herren vom Schlafen abgehalten wurde.

Zur Auswahl der Musik ist zu sagen, dass Mark Medlocks „Mamacita“ sich irgendwann in jeden Kopf einbrennt nachdem es auf einer Fahrt circa 5 mal gelaufen ist. Insgesamt war die Varietät der Musik zwar nicht die beste, aber egal. Letztendlich fand jeder der wollte irgendwann sein bisschen Schlaf.

Während der Fahrt zeigte sich dann ein neuer Stern am Himmel der Fantastica Colonia Auswärtstouren: Geromel. Mit „Geromel Geromel Geromel….“ Gesängen stiftete der Bus ihn zur Stimmung an. Anhand seines sehr ausgeprägten Alkoholpegels erinnerte der Geromel so ein wenig an den Duracell-Hasen (allerdings ohne Ausschalt-Knopf)

Auf der Fahrt legte man noch einen kurzen Abstecher an der SAP äh Rhein-Neckar-Arena ein und ließ die Hoffenheimer (siehe letzter Tourbericht) noch einmal wissen was man von ihnen hielt.

Beim letzten Halt der Hinfahrt auf einem kleinen Rasthof (wo es im Vergleich zu den vorherigen zur Freude der weiblichen Mitfahrerinnen SAUBERE und NICHT STINKENDE Sanitäre Anlagen gab) zeigte Geromel sich den Autofahrern und weiblichen Besucherinnen des Rastplatzes von seiner besten Seite. Es ist abzuwarten ob sich eine der Damen die von ihm seine Nummer erhielten sich vielleicht meldet.

Nach gut 9 Stunden Fahrt erreichte der Fanbus dann endlich ihr Ziel: Die bayrische Landeshauptstadt. Um den Gefahren der bayrischen Kultur (Bier, Oktoberfest, fesche junge Damen in schicken Dirndln) entgegentreten zu können, lenkte der Bus die Gruppe zunächst zur Kölsch-Kneipe in München, wo jeder die Gelegenheit bekam günstig zu frühstücken (mit Brötchen oder mit Kölsch) und sich geistig für einen halben Tag vom leckern Kölsch zu verabschieden.

Nach Beendigung des Frühstücks steuerte der Bus der Gruppe das Sendlinger Tor an. Von hier würde der Bus am Abend wieder ins heimische Rheinland aufbrechen bzw. sie vorher bei Bedarf noch zum Stadion fahren. Einzig Geromel (aufgrund seines Alkoholspiegels) und einige Herren die lieber direkt auf die Wiesn fuhren, blieben zurück. Es wurden bereits erste Wetten darauf abgeschlossen ob Geromel den Bus am Abend wieder finden würde. Auf der Strecke zum Sendlinger Tor versuchten ibolis und Siam Micha sich einmal daran den Bus zu unterhalten in dem sie das Lied „allez allez 1. Fußballklub Köln“ zu allem Möglichen was ihnen auf dem Weg so ins Blickfeld rückte umdichteten. Angefangen bei „Frau mit Mantel“ über „Erotikmesse“ bis hin zu „allez allez vincenzmurr allez.“

Am Sendlinger Tor angekommen erhielten alle die Möglichkeit sich noch 2 Stunden in der Münchner Innenstadt die Zeit zu vertreiben. Während einige Leute direkt auf die Wiesn gingen zogen es andere vor etwas essen zu gehen und ein oder zwei Maß zu leeren.

Mirai_Torres, ibolis und seine Freundin zogen dann begleitet von Mirai_Torres Münchner Freundin (die hiermit herzlich gegrüßt sei) in ein Brauhaus ein und genehmigten sich erst einmal eine Oktoberfestsupper (ibolis), Leberkäse (ibolis Freundin) und Fleischpflanzerl (im Rheinland bekannt als Frikadellen). Der Kölner an sich leidet unter dem interessanten Syndrom, dass er überall wo er hinfährt immer seinesgleichen findet ohne es überhaupt zu wollen. Im Anbetracht des Spiels waren genug Kölner vorort, allerdings rechnete keiner von uns damit, dass die Bedienung – Petra ihr Name – die einen bayrischen Akzent hatte einmal im Rheinland gearbeitet hatte.

Nach der Stärkung ging es dann auf zum Münchner Stadion. Es hatten sich doch einige nicht am Sendlinger Tor eingefunden sondern bevorzugten die Reise auf eigene Faust. So war es möglich Mirai_Torres Münchner Freundin (ihrerseits bekennender und leidenschaftlicher Fan der Heimmannschaft des Tages) inkognito mit dem Fanbus mit zum Stadion zu transportieren. Sie war es auch die als einzige damit leben konnte dass ibolis fast den ganzen Weg zum Stadion die Hymne des FC Bayern sang.

Auf dem Busparkplatz angekommen wurde erstmal *Nippes* von allen herzlich begrüßt. Die Hinterbusfraktion sowie diverse andere Personen nahmen nun noch ein Kölsch auf um auch den Weg in den Block zu überstehen. Die Allianzarena ist ja kein schlechtes Stadion, aber diese Treppenstufen bis hinaus in den dritten Rang wo die „Gästestehplätze“ zu finden sind, treiben viele (besonders leicht alkoholisierte) Personen an den Rand ihrer Kondition. Ich fordere hiermit Rolltreppen oder einen Aufzug!

Im Block angekommen und nach Luft japsend stellte man dann jedoch (auch im ganzen Verlauf des Spiels) fest dass im Block 344 jemand unter Blähungen der allerallerübelsten Sorte litt. Alle paar Minuten stieg in dem Block ein Geruch auf, der mehrere Reihen an Leuten sich die Schals vor die Nase halten ließ. Ekelhaft.

Während des Spiels herrschte ansonsten gute Stimmung im Block. Ein wenig Nervosität anhand des knappen Ergebnisses war vorhanden und die Liedauswahl hätte besser sein können, aber das ist nebensächlich. Während die Bayernfans ihre Mannschaft für die Punkteteilung auspfiffen, feierten die Kölner Fans so als hätte man drei Punkte und nicht nur einen geholt. Mirai_Torres und ibolis konnten zufrieden feststellen dass ihre Serie ohne Niederlage in München (Torres 1 Sieg 1 Unentschieden; ibolis 2 Unentschieden 1 Sieg) bis zum nächsten Auswärtsspiel würde Bestand haben.

Nach dem Spiel hatte die gesamte Busbesatzung noch einige Stunden Zeit ehe es zurück in die Heimat gehen würde. Auch hier teilte sich die Besatzung in kleine Grüppchen die verschiedenste Sachen machten. Die Gruppe um ibolis machte sich erst einmal auf die verzweifelte Suche nach einem Kiosk oder einem geöffneten Laden an diesem Tag der deutschen Einheit der Zigaretten hatte. Nach einiger Zeit des Suchens gab man sich dann mit einem Zigarettenautomaten zufrieden zu dem auch Pietry-Olga auf ihrer Suche nach einem Automaten verwiesen wurde.

Als die Zigaretten endlich gekauft waren machte sich die Gruppe Ibolis + Freundin, Mirai_Torres + Münchner Begleitung auf zu einem köstlichen und günstigen Jugoslawen, der von Mirai schon während ihres ersten Besuchs in München in der vergangenen Saison frequentiert wurde. Nachdem sich vollgefressen worden war, machten auch sie sich auf die Wiesn zu besichtigen.

Zur Allgemeinen Überraschung laufen auf der Wiesn am Wochenende Abends mehr Besoffene rum als im heimischen Köln an Weiberfastnacht. Da die Festzelte allesamt wegen Überfüllung geschlossen hatten und es relativ voll war, entschloss man sich relativ schnell nach einer Runde über die Wiesn hier nicht zu bleiben sondern schon mal zum Sendlinger Tor zu fahren.

Dort angekommen war man nicht wie erwartet (da es erst kurz vor 22 Uhr war) die ersten. Im Brauhaus am Sendlinger Tor saßen bereits diverse Mitglieder des Busses und warteten auf die Abfahrt. In allen Gesichtern war bereits die Müdigkeit und Anstrengung des Tages zu sehen.

Zur allgemeinen Überraschung waren um 0 Uhr sogar tatsächlich alle Personen des Busses eingetrudelt (die meisten waren sogar schon um 23 Uhr da) und es konnte pünktlich abgefahren werden. Sogar Geromel hatte es geschafft!

Trotz Störungsversuche (WER HAT DIESEN ÄTZENDEN SMS TON???) Personen fiel fast der komplette Vorder, Hinter und Unterbus schnell in einen angenehmen Schlaf der nur für kurze Pausen unterbrochen wurde. Die letzte Pause nutzen zahlreiche Mitfahrer für ein kurzes Frühstück an der Raststätte (bei Geromel bestand dieses aus einer Flasche Weizen)

Etwa eine Stunde später waren sämtliche Beteiligte müde aber glücklich an ihrem Zielort (wegen des Marathons diesmal in Deutz nicht am HBF) angekommen und machten sich auf in ihr heimisches weiches Bettchen.

Gute Nacht zusammen :P

Verfasst von: miraitorres | 10. Mai 2009

Zu Besuch bei SAP in Sinsheim

Zu Besuch bei SAP in Sinsheim

Eine Fahrt in die Fußballerische Provinz

 Samstag, 9. Mai 2009 8:30 machten sich eine Horde asozialer Kölner Fußballkonsumenten auf den Weg in die weltweit bekannte und berühmt berüchtigte Fußballmetropole Hoffenheim. Sehnsüchtig erwarteten, sie, beobachtet von einer bereits mit Knöllchen in der Hand wedelnden blau uniformierten Dame des Kölner Ordnungsamtes, ihren „Fucker“ Bus, der sie in die Metropole befördern sollte.

An Bord unter anderen legendäre Forumsgrößen wie die User *Nippes*, huerthergeissbock, Matko, Remember78 nebst Frucht seiner Lenden, fireandice, Geissbock-Marc, märkel, ibolis, BergheimerJung und Mirai_Torres. Die berühmt berüchtigte Kategorie C Krawallmacherin Melle hatte leider kurzfristig absagen müssen, da Calimero nicht in der Lage war vernünftige Würstchen zu produzieren.

Nachdem die Damen und Herren an Bord sich mit Proviant (Reissdorf Kölsch und Mettbrötchen) eingedeckt hatten und es sich drei Herren wagten der Fraktion letzte Reihe drei ihrer geliebten Plätze abzuluchsen, ging es endlich los. Mit einem herzlichen„Günther, du Zigeuner“ wurde auch direkt der Busfahrer freundlich begrüßt.

Mit einigen netten Gesängen der Vorderbusfraktion begann eine lustige Reise über die Autobahnen Deutschlands. Während der Fahrt hatten die Fußballkonsumenten so auch die Gelegenheit über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu reden. Nämlich , dass Studenten alle Schmarotzer sind.

Ein im Bus vorgenommener Vaterschaftstest ergab das Unglaubliche:

User Geissbock-Marc ist in Wirklichkeit 10 Jahre älter als er behauptet und der heimliche Vater des Users ibolis. SKANDAL.

Womit dann erstmals das Niwoh in diesem Bus der Grasnabe angenähert wurde und sich weiter asymptotisch dem Nullpunkt nähern sollte. Wo man doch gerade beim Thema heimlicher Affären war konnte Mann sich doch einen kleinen Seitensprung genehmigen und eine Professionellen konsultieren.

Zur Errettung aller Herren vor einem Samenstau fand sich doch ein Express an Bord des Busses, in dem dann schnell eine Anzeige einer passenden Dame gefunden wurde:

Ein Intimgepierctes Rotkehlchen sollte den Herren Befreiung verschaffen. Im Namen aller Busnutzer rief huerthergeissbock dann bei der Dame an und fragte sie zur Erheiterung des Busses (die es dabei trotzdem schafften still zu sein) ein wenig aus. Leider hatte die Dame dann kein Interesse an Sex an ungewöhnlichen Orten, sprich dem Bus.

Anschließend dachte man, ganz Kölner, auch an die Bedürfnisse der homosexuellen Mitfahrer des Busses und wählte die Nummer eines Herren der eine erotische Massage anbot. Leider hatte auch dieser junge Mann keinerlei Interesse in unserem Fanbus das Geschäft seines Lebens zu machen.

Nach weiteren Gesängen im Bus, die unter anderem die Roma-Herkunft diverser Leute feststellte, den Mäzen der TSG Hoffenheim über den ehrenvollen Beruf seiner Mutter aufklärten und die Landwirte der Rhein-Neckar Region mit ihren Mistgabeln darüber aufklärte, was man von ihnen hielt, hielt man die erste Rast auf einem Autobahnparkplatz.

Dort angekommen widmete man sich zuerst der Herstellung eines Kunstwerks aus Rauhfasertapete und schwarzem Sprühlack, welches den wundervollen Spruch „Wie jetzt? Nur 10 Mio. € für neue Spieler? Eure Armut kotzt uns an!“ zeigen sollte. Leider hatte der Fußballgott bereits etwas gegen dieses Banner und schickte einen Windstoß der es zerreißen ließ. Aber unbeirrt setzten die Kölner Missionare der guten Stimmung ihren Weg in die Fußballmetropole fort.

Nach Beendigung der Rast und Stärkung durch mehrere Mettbrötchen, fühlten sich dann auch die Herren von 5vor12, die wieder mit an Bord des Busses waren, stark genug um einen kleinen Auftritt in unserem Bus zu vollziehen. Eingestimmt wurde der Mob mit der bekannten FC Hymne, bei der sich der Sänger von 5vor12 leider ein wenig Textunsicher erwies (ÜBEN SONST FLIEGSTE RAUS, KLAR?).

Je näher man dem Ort des Fußballspiels kam, desto unruhiger wurden die Insassen des Busses. Die Hinterbusfraktion personifiziert durch ibolis begann wieder mit ihrem üblichen Prozedere für Auswärtsfahrten, dem belästigen von hinterherfahrenden Autofahren (bevorzugt Autofahrerinnen) indem man versucht sexuelle Akte durch Handlungen mit der Bierflasche zu imitieren. Es war wie immer ein herrlicher Spaß.

Da Günter der Zigeuner, der in der Woche davor schon wieder Gladbacher transportiert hatte, uns so schnell über die Autobahn gebracht hatte blieb noch Zeit sich ein wenig im Umland des Stadions umzusehen. Als Großstadtmenschen hat der Kölner an sich nie im Leben eine Kuh gesehen und von daher großes Interesse am Ablauf des Dorflebens. Zuerst wurde das Mannschaftshotel des FC angefahren. Da man dort jedoch niemanden mehr vorfand (außer ein paar Bauern) zog man laut besingend was man vom Dorfleben in Sinsheim und Umgebung „Ohne Kühe wär hier gar nix los“ hielt.

Nächster Halt der Tour „Deutschlands Agrarwirtschaft“ war der Ursprung allen Übels: Hoffenheim selbst. Mühsam aber sicher lenkte Günter der Zigeuner das große graue Ungetüm durch die Straße Hoffenheims die gesäumt mit kleinen blauen Fähnchen war. Ziel der Reise durch das Kuhkaff war des legendäre „Dietmar-Hopp-Stadion“. Hier fanden jahrzehntelang die packendsten und besten Spiele europäischer Topclubs statt. Trotz vielfacher Bewerbungen hatte es dieses Stadion leider nie geschafft ein Champions League Finale zugelost zu bekommen obwohl die Voraussetzungen dafür gegeben waren, schließlich konnten immerhin zwei Busse gleichzeitig hintereinander den Berg zum Stadion herauf fahren. Wo kann man das denn bitte sonst?

Nachdem die Kölner allesamt über dieses phänomenale Bauwerk gestaunt hatten und sich bereits überlegten dieses als neues Weltwunder vorzuschlagen ging es dann doch weiter zum neuen Stadion. Grau und noch neu glänzend erhob sich die Rhein-Neckar-Arena neben der Autobahn. Direkt gegenüber thronte eine alte Concorde und eine Tupolew mit denen man in Hoffenheim seit Anbeginn seiner langen Vereinsgeschichte im Jahre 1899 immer wieder zu Auswärtsspielen geflogen war.

Ungläubig starrte die Landbevölkerung unseren Bus und dessen Insassen an. Es gab tatsächlich Menschen die kein Blau trugen? Und die ihre Trikots nicht geschenkt bekommen hatten? Wahnsinn. Die Kölner ließen auch hier wieder sowohl Landbevölkerung als auch SAP Gründer wissen was man von ihnen hielt. 

Erfreulicherweise war der Busparkplatz der neuen Arena direkt vor dem Stadion, so dass die Busbevölkerung sich mit anderen Busbevölkerungen verbrüdern konnte und durch den kurzen Weg Kräfte für den Support beim Spiel sparen konnte.

Das letzte Hindernis stand nun nur noch zwischen der Kölner Großstadtbevölkerung und dem Stadion. Die Ordner. Diese fielen durch ausgezeichnete Logik (nur 2 Batterien dürfen mit rein. Egal ob man die jetzt in der Kamera trägt oder in der Tasche) und akribisches Arbeiten auf.

Nun war man endlich da in dem neuen geschenkten Stadion zu Sinsheim. Zahlreiche Kölner waren erschienen um das Spiel zu verfolgen. Leider ließ das Spiel etwas zu wünschen übrig, weswegen man sich dann doch eher damit beschäftigte der Landbevölkerung nebst Mäzen wieder zu zeigen was man von ihr hielt und diese auch (teils erfolgreich) ein wenig zu stören.

Einziges zu erwähnendes Etwas von den Hoffenheimern war das Maskottchen, das auftrat als wäre es auf LSD und eine sehr peinliche Vorstellung vor der Heimtribüne ablieferte.

Nach dem Spiel fand man sich relativ schnell wieder bei den Bussen ein. Viele Großstädter hatten genug frische Landluft geatmet und klagten schon über zu wenig Feinstaub in der Luft, weswegen sich viele Busse relativ schnell wieder auf in die Heimat machen.

Doch die Besatzung der Fantastica Colonia hielt die kölschen Fahnen hoch. Schließlich hatte man schon das mühsam gemalte Kunstwerk nicht mit ins Stadion bekommen. So lieferte man sich noch ein paar Verbale Scharmützel mit den Heimfans. Vor allem huerthergeissbock informierte die Heimfans darüber dass sie ihre Münder besser geschlossen und die Siegerposen unterlassen sollten, denn dieser Zaun, der den Busparkplatz vom Fußweg der Heimfans trennte würde ihm ganz sicher nichts entgegenzusetzen haben.

Unerfreulicherweise fielen User ibolis nebst Kepler aus der Reihe und verbrüderten sich tatsächlich mit ein paar Heimfans. Zu ibolis Entschuldigung ist nur anzufügen, dass er, aus Bergheim kommend, selbst dem Landleben zugehörig ist.

Nachdem sich alle Schäfchen wieder am Bus gesammelt hatten, machte sich der Bus auf den Heimweg. Die Hinterbusfraktion hatte mit KölschUschi, Kepler, Müller und Siam Micha, die bei den vorherigen Spielen zur Fraktion Letzte Reihe gehörten, nun Zuwachs bekommen und dies machten sie auch bemerkbar. Durch diesen Zuwachs fühlte sich der Hinterbus nun auch verbal in der Lage es mit dem Vorderbus aufzunehmen und übernahm für die komplette Rückfahrt die Stimmungsmäßige Macht im Bus.

Besonders zur guten Stimmung beigetragen hat die „Die klauen unsere Jobs“ Fraktion, die bei vorherigen Fahrten eher im Vorderbus zu Hause gewesen ist und schließlich doch die Sonnenseite des Busses entdeckt hatte. Die Hinterbusfraktion hatte mit der  „Die klauen unsere Jobs“ Fraktion, der „Fraktion letzte Reihe“ und den Herren die meinten während der Fahrt Herrn Torres zu besingen zur Freude der Person in der Reihe dahinter (Anm: DIESES DOOFE KAPITÄNSARMBAND WAR ABER IMMER NOCH EIN GESCHENK VON WEM ANDERS) und der Namenlosen Fraktion um User Märkel eine gute Zusammensetzunge gefunden. So hatte der Vorderbus keinerlei Möglichkeit sich gegen die Macht von Hinten durchzusetzen, was der Hintere Teil des Busses ihnen auch anhand anatomischer Vergleiche (Vorhaut des Busses) bedeutsam machte.

Die erste Pause der Rückfahrt verschlug die nun hungrige Bordbesatzung in eine hochwertiges Restaurant welches durch ein goldenes „M“ gekennzeichnet ist. Ausgehungert von der frischen Landluft stürmte ein Teil der Besatzung das Restaurant um sich mit Nahrung auszustatten, während andere die nahe gelegene Tankstelle aufsuchten um ihrem Bedarf an Nikotin nachzukommen.

Gesättigt half die freundliche Besatzung sogar noch die Gartenstühle von Roller in den laden kurz vor Ladenschluss hineinzutragen. Doch dann entdeckte man es: Ein Media Markt. Konnte man dort vielleicht doch noch vernünftige Musik besorgen und musste nicht „Servus, Gruezi und Hallo“ bzw. WDR4 hören? Ein Teil des Packs machte sich direkt auf in dem Media Markt um 25 mal die CD von 5vor 12 zu erstehen. Ein Security Mann informierte die Kölner dann jedoch darüber dass diese in dem laden unerwünscht seien woraus die Kölner mit einer Humba konterten.

Zum Abschluss der Pause wurde noch das Banner präsentiert, welches so viel Arbeit gekostet hat und von den Hoffenheimern nicht akzeptiert wurde. Doch auch diesmal versuchte der Fußballgott wieder dieses Banner zu zerstören indem er die Himmelschleusen öffnete und ein Gewitter vorbeischickte. Aber auch hier hatte er seine Rechnung ohne die geschickten Großstädter gemacht die das Banner in den Bus retteten und weiterfuhren.

Die Busfraktion versuchte dann 5vor12 davon zu überzeugen noch einmal einen Auftritt zu wagen, was sich allerdings als durchaus problematisch darstellte, da keine Mettbrötchen mehr an Bord waren und Mettbrötchen-Hannes sich weigerte ohne diese zu spielen und die beiden Herren bereits einen stolzen Alkoholpegel erreicht hatten. Trotzdem gelang es ihnen doch noch etwas schief etwas anzustimmen und einen weiteren Kampf zwischen Hinter- und Vorderbus zu provozieren. Entgegen des Gesetzes gegen Unlauteren Wettbewerb, was niemanden interessierte, machte 5vor12 noch intensiv Werbung für ihren Auftritt am 12.6. im MTC. Dies sollte zu Werbezwecken hier aber auch noch mal erwähnt werden.

Mit Fortschreiten der Fahrt wurde unerfreulicherweise auch versucht Busfahrende zu verkuppeln. Allerdings verliefen sowohl der Versuch Userin Mirai_Torres und User Siam Micha zu verkuppeln, als auch der Vergleich eines Mitfahrers mit dem User „Der Templer“ im Sande.

Am Tage der Reise wurde Köln heimgesucht von einer Demonstration der Organisation Pro Köln. Trotz der Entfernung von seiner Stadt, trägt der Kölner an sich immer ein Stück Heimat mit sich und denkt auch immer an daheim. Von daher bekamen auch die Rechtsextremen mit dem Gesang „Nazis, ihr Zigeuner“ ihr Fett weg.

Eine weitere Zigarettenpause der Busfraktion fiel regelrecht ins Wasser. Der Mäzen der TSG Hoffenheim hatte den Fußballgott gut bezahlt dafür dass er den Kölnern für die Schmähgesänge einen Monsunartigen Regen schickte, der die Busraucher bis auf die Unterwäsche durchnässte.

Als die Lichter unserer Stadt sich bereits wieder näherte kam ibolis aus ungeklärten Gründen (seine Gedankengänge lassen sich nicht rekonstruieren) auf Harry Potter und fand in der Hinterbusfraktion zahlreiche heimliche Kenner die sich schnell darauf beschränkten Harry Potter, Hagrid, Gryffindor und den Busch von Hermine zu besingen.

Damit endete dann auch die lange aber sehr unterhaltsame Fahrt nach Hoffenheim und zurück am Kölner Hauptbahnhof, wo Alex noch genau unsere Reinigungsarbeiten (die leider trotzdem nicht liefen wie gewünscht) bewachte und uns dann alle nach Hause entließ.

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