Verfasst von: miraitorres | 4. Oktober 2009

Allez Allez Busfahrt nach München Allez – Eine Reise in den Süden der Republik

Passend zum Tag der Deutschen Einheit trafen sich am Samstag Morgen um 0:30 Uhr 64verrückte Rheinländer um erneut eine Mission der guten Stimmung abzuhalten und zur Völkerverständigung beizutragen. Ziel dieses Mal war die bayrische Landeshauptstadt München, wo sie planten zunächst ihren geliebten 1. FC Köln zu Punkten zu verhelfen und anschließend auf dem Oktoberfest für gute Stimmung zu sorgen.

Interessant anzusehen war die Gepäckverteilung. Während einige Mitfahrer nur die Sachen an ihren Leibern mitnahmen, kamen andere Mitfahrer direkt mit Decken, Kissen und Zahnbürsten im Rucksack.

Nachdem der High-End Doppeldeckerbus der Firma Benninghoff (mal ein Busunternehmen ohne bescheuerten Namen) angekommen war und flüssige (Mühlen- und Reissdorfkölsch, sowie Cola, Wasser und Red-Bull) und feste (Schnitzel, Frikadellen und Mettbrötchen) Proviant eingeladen war, bzw. sich die Bevölkerung für die lange nun folgende Nacht mit Nahrung eingedeckt hatte, bestiegen die furchtlosen Mitfahrer den Bus.

Durch das Einschreiten des genialen Einweisers Thomas erlangte die elitäre Hinterbusfraktion (diesmal bestehend aus ibolis samt Freundin, Siam Micha, Müller, Pietry-Olga, Thomas, Annika, Martin, Mirai_Torres, Alex (nicht der huethergeissbock) und Nesthäkchen Vivi) wieder Besitz von ihrer geliebten letzten Reihe sowie den beiden Reihen davor. Schlau wie die Hinterbusfraktion war, hatte diese durch Annika und Pietry-Olga ein gewaltiges Lunchpaket eingepackt.

Nach Abfahrt riss der Hinterbus sofort wieder die Stimmungsmäßige Macht im Bus, der diesmal aus Hinterbus, Vorderbus und Unterbus bestand. Einzelne Mitfahrer versuchten bereits jetzt zu diesem Zeitpunkt etwas Schlaf für den kommenden Tag zu finden. Mit Ausnahme einzelner hartgesottener Personen war dies nicht besonders einfach. Besonders nicht in der Hinterbusfraktion, wo man einerseits durch die Musik die huerthergeissbock zwischenzeitlich auf Stadionlautstärke gestellt hatte (passenderweise saß die Autorin dieses Textes fast genau unter einem der Lautsprecher) und andererseits von dem Gesang der anderen Herren vom Schlafen abgehalten wurde.

Zur Auswahl der Musik ist zu sagen, dass Mark Medlocks „Mamacita“ sich irgendwann in jeden Kopf einbrennt nachdem es auf einer Fahrt circa 5 mal gelaufen ist. Insgesamt war die Varietät der Musik zwar nicht die beste, aber egal. Letztendlich fand jeder der wollte irgendwann sein bisschen Schlaf.

Während der Fahrt zeigte sich dann ein neuer Stern am Himmel der Fantastica Colonia Auswärtstouren: Geromel. Mit „Geromel Geromel Geromel….“ Gesängen stiftete der Bus ihn zur Stimmung an. Anhand seines sehr ausgeprägten Alkoholpegels erinnerte der Geromel so ein wenig an den Duracell-Hasen (allerdings ohne Ausschalt-Knopf)

Auf der Fahrt legte man noch einen kurzen Abstecher an der SAP äh Rhein-Neckar-Arena ein und ließ die Hoffenheimer (siehe letzter Tourbericht) noch einmal wissen was man von ihnen hielt.

Beim letzten Halt der Hinfahrt auf einem kleinen Rasthof (wo es im Vergleich zu den vorherigen zur Freude der weiblichen Mitfahrerinnen SAUBERE und NICHT STINKENDE Sanitäre Anlagen gab) zeigte Geromel sich den Autofahrern und weiblichen Besucherinnen des Rastplatzes von seiner besten Seite. Es ist abzuwarten ob sich eine der Damen die von ihm seine Nummer erhielten sich vielleicht meldet.

Nach gut 9 Stunden Fahrt erreichte der Fanbus dann endlich ihr Ziel: Die bayrische Landeshauptstadt. Um den Gefahren der bayrischen Kultur (Bier, Oktoberfest, fesche junge Damen in schicken Dirndln) entgegentreten zu können, lenkte der Bus die Gruppe zunächst zur Kölsch-Kneipe in München, wo jeder die Gelegenheit bekam günstig zu frühstücken (mit Brötchen oder mit Kölsch) und sich geistig für einen halben Tag vom leckern Kölsch zu verabschieden.

Nach Beendigung des Frühstücks steuerte der Bus der Gruppe das Sendlinger Tor an. Von hier würde der Bus am Abend wieder ins heimische Rheinland aufbrechen bzw. sie vorher bei Bedarf noch zum Stadion fahren. Einzig Geromel (aufgrund seines Alkoholspiegels) und einige Herren die lieber direkt auf die Wiesn fuhren, blieben zurück. Es wurden bereits erste Wetten darauf abgeschlossen ob Geromel den Bus am Abend wieder finden würde. Auf der Strecke zum Sendlinger Tor versuchten ibolis und Siam Micha sich einmal daran den Bus zu unterhalten in dem sie das Lied „allez allez 1. Fußballklub Köln“ zu allem Möglichen was ihnen auf dem Weg so ins Blickfeld rückte umdichteten. Angefangen bei „Frau mit Mantel“ über „Erotikmesse“ bis hin zu „allez allez vincenzmurr allez.“

Am Sendlinger Tor angekommen erhielten alle die Möglichkeit sich noch 2 Stunden in der Münchner Innenstadt die Zeit zu vertreiben. Während einige Leute direkt auf die Wiesn gingen zogen es andere vor etwas essen zu gehen und ein oder zwei Maß zu leeren.

Mirai_Torres, ibolis und seine Freundin zogen dann begleitet von Mirai_Torres Münchner Freundin (die hiermit herzlich gegrüßt sei) in ein Brauhaus ein und genehmigten sich erst einmal eine Oktoberfestsupper (ibolis), Leberkäse (ibolis Freundin) und Fleischpflanzerl (im Rheinland bekannt als Frikadellen). Der Kölner an sich leidet unter dem interessanten Syndrom, dass er überall wo er hinfährt immer seinesgleichen findet ohne es überhaupt zu wollen. Im Anbetracht des Spiels waren genug Kölner vorort, allerdings rechnete keiner von uns damit, dass die Bedienung – Petra ihr Name – die einen bayrischen Akzent hatte einmal im Rheinland gearbeitet hatte.

Nach der Stärkung ging es dann auf zum Münchner Stadion. Es hatten sich doch einige nicht am Sendlinger Tor eingefunden sondern bevorzugten die Reise auf eigene Faust. So war es möglich Mirai_Torres Münchner Freundin (ihrerseits bekennender und leidenschaftlicher Fan der Heimmannschaft des Tages) inkognito mit dem Fanbus mit zum Stadion zu transportieren. Sie war es auch die als einzige damit leben konnte dass ibolis fast den ganzen Weg zum Stadion die Hymne des FC Bayern sang.

Auf dem Busparkplatz angekommen wurde erstmal *Nippes* von allen herzlich begrüßt. Die Hinterbusfraktion sowie diverse andere Personen nahmen nun noch ein Kölsch auf um auch den Weg in den Block zu überstehen. Die Allianzarena ist ja kein schlechtes Stadion, aber diese Treppenstufen bis hinaus in den dritten Rang wo die „Gästestehplätze“ zu finden sind, treiben viele (besonders leicht alkoholisierte) Personen an den Rand ihrer Kondition. Ich fordere hiermit Rolltreppen oder einen Aufzug!

Im Block angekommen und nach Luft japsend stellte man dann jedoch (auch im ganzen Verlauf des Spiels) fest dass im Block 344 jemand unter Blähungen der allerallerübelsten Sorte litt. Alle paar Minuten stieg in dem Block ein Geruch auf, der mehrere Reihen an Leuten sich die Schals vor die Nase halten ließ. Ekelhaft.

Während des Spiels herrschte ansonsten gute Stimmung im Block. Ein wenig Nervosität anhand des knappen Ergebnisses war vorhanden und die Liedauswahl hätte besser sein können, aber das ist nebensächlich. Während die Bayernfans ihre Mannschaft für die Punkteteilung auspfiffen, feierten die Kölner Fans so als hätte man drei Punkte und nicht nur einen geholt. Mirai_Torres und ibolis konnten zufrieden feststellen dass ihre Serie ohne Niederlage in München (Torres 1 Sieg 1 Unentschieden; ibolis 2 Unentschieden 1 Sieg) bis zum nächsten Auswärtsspiel würde Bestand haben.

Nach dem Spiel hatte die gesamte Busbesatzung noch einige Stunden Zeit ehe es zurück in die Heimat gehen würde. Auch hier teilte sich die Besatzung in kleine Grüppchen die verschiedenste Sachen machten. Die Gruppe um ibolis machte sich erst einmal auf die verzweifelte Suche nach einem Kiosk oder einem geöffneten Laden an diesem Tag der deutschen Einheit der Zigaretten hatte. Nach einiger Zeit des Suchens gab man sich dann mit einem Zigarettenautomaten zufrieden zu dem auch Pietry-Olga auf ihrer Suche nach einem Automaten verwiesen wurde.

Als die Zigaretten endlich gekauft waren machte sich die Gruppe Ibolis + Freundin, Mirai_Torres + Münchner Begleitung auf zu einem köstlichen und günstigen Jugoslawen, der von Mirai schon während ihres ersten Besuchs in München in der vergangenen Saison frequentiert wurde. Nachdem sich vollgefressen worden war, machten auch sie sich auf die Wiesn zu besichtigen.

Zur Allgemeinen Überraschung laufen auf der Wiesn am Wochenende Abends mehr Besoffene rum als im heimischen Köln an Weiberfastnacht. Da die Festzelte allesamt wegen Überfüllung geschlossen hatten und es relativ voll war, entschloss man sich relativ schnell nach einer Runde über die Wiesn hier nicht zu bleiben sondern schon mal zum Sendlinger Tor zu fahren.

Dort angekommen war man nicht wie erwartet (da es erst kurz vor 22 Uhr war) die ersten. Im Brauhaus am Sendlinger Tor saßen bereits diverse Mitglieder des Busses und warteten auf die Abfahrt. In allen Gesichtern war bereits die Müdigkeit und Anstrengung des Tages zu sehen.

Zur allgemeinen Überraschung waren um 0 Uhr sogar tatsächlich alle Personen des Busses eingetrudelt (die meisten waren sogar schon um 23 Uhr da) und es konnte pünktlich abgefahren werden. Sogar Geromel hatte es geschafft!

Trotz Störungsversuche (WER HAT DIESEN ÄTZENDEN SMS TON???) Personen fiel fast der komplette Vorder, Hinter und Unterbus schnell in einen angenehmen Schlaf der nur für kurze Pausen unterbrochen wurde. Die letzte Pause nutzen zahlreiche Mitfahrer für ein kurzes Frühstück an der Raststätte (bei Geromel bestand dieses aus einer Flasche Weizen)

Etwa eine Stunde später waren sämtliche Beteiligte müde aber glücklich an ihrem Zielort (wegen des Marathons diesmal in Deutz nicht am HBF) angekommen und machten sich auf in ihr heimisches weiches Bettchen.

Gute Nacht zusammen :P


Antworten

  1. Very nice, you are an amazing textwriter! I love your texts. It`s so magnificent .I`m your biggest fan living on earth.

    Yours sincerely Ronda von da Noppen

  2. ALLEZ ALLEZ Super Tourbericht ALLEZ! Ja Du bist mein Verein, wirst es immer sein, Super Tourbericht ALLEZ!!!

    *gg*


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